Headbild
Religionslandschaft Schweiz



Romain-Môtier.
Romainmôtier: Das älteste Kloster in der Schweiz, gegründet um 450. (Bild: Wikipedia)

Die Klöster

Die ersten Klöster auf Schweizer Boden wie Romainmôtier im Waadtland und St. Maurice im Wallis gehen auf Einflüsse aus Südfrankreich zurück, wo das morgenländische Mönchtum in Mitteleuropa zuerst Fuss gefasst hatte. Bereits vor 800 gab es in der Schweiz etwa zwei Dutzend Klöster ohne nähere Bezeichnung der dort befolgten Regel. Spätere Klostergründungen wie St. Gallen und Disentis hingegen beruhen zur Hauptsache auf dem irischen Mönchtum mit dem Kolumban-Kloster Luxeuil in den Vogesen als Keimzelle. Die Mönche lebten zunächst nach der Regel des heiligen Kolumban oder nach sogenannten Mischregeln.

Mit der Klosterreform der Frankenkönige im 8. und 9. Jahrhundert wechselten auch die Schweizer Klöster – mehr oder weniger freiwillig – zur Regel des heiligen Benedikt von Nursia. Spätere Gründungen wie etwa Müstair oder Einsiedeln beruhten von Anfang an auf der Benediktsregel.

Die Klöster spielten bei der Entwicklung der abendländischen Bildung und Kultur eine ganz zentrale Rolle. Seit der Karolingerzeit und bis zur Reformation gab es im ganzen Land unzählige kleinere und grössere Klöster – allein über achtzig Benediktiner Klöster (Frauen und Männer) in der ganzen Schweiz, und in der damals kleinen Stadt Zürich zählte man im späteren Mittelalter gar ein halbes Dutzend Klöster.

Kirchen und Klöster in der Schweiz


Zuletzt geändert am: 29.11.15